Brainstations – was ist passiert und was ist dabei herausgekommen?

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Quelle Beitragsbild: Photo by Annie Spratt on Unsplash

Im Herbst letzten Jahres führte Hashtag Gesundheit das erste Mal ein Projekt namens „Brainstations“ durch. Es ist eine Art Hackathon, für  junge aufstrebende Mitentscheider im deutschen Gesundheitswesen. Sie setzten sich mit der Frage auseinander.: „Wie passen Wirtschaft und gesunde Führung zusammen?“ Sie konnten sich freiwillig für diese Veranstaltung bewerben und genossen natürlich nicht nur das offene Networking, sondern auch Fachvorträge über Mimikresonanz, Kommunikation und Altern, bzw. altersgerechtes Arbeiten im Gesundheitswesen.  Jeweils an einem Samstag fanden hierzu Fachvorträge statt, welche zu intensiven Diskussionen bei den Teilnehmenden führten.

Welche Ergebnisse gab es bei dem Projekt Brainstations?

Nun denn, die Aufgabe war gestellt und es wurden zwei Ergebnisse erarbeitet. Innerhalb weniger Tagen wurden diese ausgereift. Gerade diese zwei gilt es hervorzuheben: Der Dynamische Dienstplan und CEAL – Certificate for Empowerment and Loyality.

Brainstations: Was kann der dynamische Dienstplan?

Der Dynamische Dienstplan ist ein KI gestütztes Programm, wodurch mehrere Aspekte bei Dienstplanungen, in einem Krankenhaus, bedacht werden sollen. Die Idee stammt von dem Gedanken ab keine Überlastungen und Ungerechtigkeiten durch die Planung zu fördern. Die Gruppe war sich der Herausforderung bewusst, gerade weil schon etwaige Versuche auf dem Markt sind. Doch diese Idee hebt sich von den bisherigen ab:

  • Es sollen die sozio-individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter*innen berücksichtigt werden
  • Der Dienstplan funktioniert stationsübergreifend, damit die optimale Auslastung gefördert wird
  • Es werden Qualifikationen bei der Zusammensetzung der Diensthabenden berücksichtigt
  • Eine Benachrichtigung bei Änderungen des Plans, z.B. bei Krankmeldungen, an die Mitarbeiter

Die technische Lösung für die Erarbeitung eines solchen Projekts baut auf Befragungen und Interviews aller Angestellten auf. Dadurch würde die KI lernen, die einzelnen Bedürfnisse einzuschätzen. Inwiefern die realistische Umsetzung praktikabel ist, muss herausgefunden werden. Aber die Lösungsstrategie hat es in sich! Damit komme ich zu CEAL

Brainstations: Was konkret ist CEAL?

Es ist eine fiktiv aufgebaute Firma. Die Gruppe beschäftigte sich mit der Frage: Wie kann eine Firma Bewerber*innen erkennen, die gesundheitlich auf sich achten? Und somit auch mit der Frage: Wie können die Bewerber*innen sich hervorheben, weil sie gesundheitlich auf sich achten? Dazu veranschaulichen sie folgende Situation: Zwei Bewerber*innen, fast identischer Lebenslauf, gleich alt. Die eine hat aber noch zwei Zertifikate in fachübergreifenden Kursen erreicht. Dadurch suggeriert sie ihren Weitblick. Die andere nicht. Was passiert? Sie wird nicht genommen, aber jene*r, der/die mehr Zertifikate vorweisen kann und dadurch auch eventuell Engagement äußert. Doch der/die abgewiesenen Bewerber*in hat sich ebenfalls weitergebildet. Nur leider gibt es für private Fortbildungen mit dem Thema Gesundheit keine allgemein geltenden Zertifikate. Und jetzt kommt die fiktive Firma CEAL ins Spiel: Sie bewerten Fortbildungen und stellen Zertifikate für gesundheitliche Fortbildungen aus. Dadurch werden Menschen, die sich privat mit der Gesundheit auseinandersetzen, konkurrenzfähig und Firmen erkennen Mitarbeiter*innen, die wahrscheinlich lange erhalten bleiben. Angenommen man hat eine Fortbildung für gesunde Ernährung besucht. Dann bewertet CEAL dies objektiv und stellt mit dem Zertifikat die Wertigkeit der Fortbildung fest. Somit hat jede*r Arbeitgeber*in eine Vorstellung darüber, 

Insgesamt war es eine super aufregende Woche und diese zwei Ergebnisse sprechen dafür. Ich bin froh Teil des Teams gewesen zu sein und freue mich schon sehr auf die nächste Runde. In diesem Sinne kann ich für das ganze Team sprechen: Dankeschön an alle, die dabei gewesen sind und bis dahin, wir bleiben in Kontakt.

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David Helmer

David ist seit rund 1 1/2 Jahren bei #Gesundheit dabei. Beruflich ist er als Dozent in der Physiotherapie tätig und beschäftigt sich aufgrund seines Schwerpunkts (i.A.M.A. Psychosoziale Beratung in der Sozialen Arbeit) viel mit den Herausforderungen der Heilmittelerbringer. Durch seine Arbeit und die Passion denkt er, dass multidisziplinäres Arbeiten im Gesundheitswesen viele Probleme auflösen, Gegensätzlichkeiten verflüssigen und Möglichkeiten schaffen kann. Für die PatientenInnen. Für das System. Für die ArbeiterInnen.

1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • Helga Helmer
    16. Juni 2022 15:14

    Vielen Dank für diesen Beitrag! Ich arbeite seit dreieinhalb Jahrzehnten als Fachkraft im Gesundheitswesen und habe einige FB und WB absolviert. Ob diese gesundheitsförderlich gewesen sind sei dahin gestellt. Bei der Suche nach neuem Personal richtet sich der Blick auf Qualifikationen. Allerdings auf welche??? Dieser Artikel könnte ein neuer Lösungsansatz/Weg sein.

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