Blogbeitrag

Einmal im Jahr trifft sich die Gesundheitsbranche im Rhein-Main-Gebiet zum Thema Gesundheitsversorgung im Digitalen Zeitalter. Selbstverständlich war auch das Team von #Gesundheit dabei.  Ein Rückblick auf spannende und erkenntnisreiche Begegnungen.

Alle sind sich einig: Digitalisierung ist der Weg in die Zukunft. Diese These ist in den letzten Jahren aus keiner Fachzeitschrift, keiner Vorstandsetage und keinem Beratungsunternehmen wegzudenken. Auf dem eHealth Kongress in Frankfurt, der am 28.08.2019 in den Hallen der IHK in der alten Börse stattfand, fand sich unter anderem Prof. Gunter Dueck, der unumwunden fragte: „Sind wir noch am Reden, oder machen (digitalisieren) wir schon?

Besucher

Mit knapp 500 Teilnehmern, etwa 50 Ausstellern, 30 Partnern und 47 Referenten übertraf der eHealth-Kongress erneut seine eigenen historischen Rekorde. Auf der eintägigen Veranstaltung wurden reichlich spannende Themen und Vorträge geboten, für die selbst der motivierteste Zuhörer schwere Entscheidungen treffen musste.. Vielleicht bieten die kommenden Veranstaltungen ja die Möglichkeit, Aufzeichnungen der Foren und Panels in einer Mediathek zu archivieren (Innovation!) – es würde sicher einige Besucher freuen.

In der Tat haben die Organisatoren eine gute Auswahl an Rednern getroffen, die aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitssystems kamen und differenzierte Blickwinkel auf Innovation boten.

Die Sessions

Die thematische Vielfalt der angebotenen Vorträge deckte die heißesten Themen der Branche ab und fand für wohl jeden Besucher mehrere interessante Themen. Darunter gab es:

  • – Digital gestützte Therapie
  • – Sicherheit und Datenschutz bei der ePA
  • – KI und ML
  • – Startups und Innovation
  • – Digitalisierung in der Pflege
  • – Videosprechstunde und Telemedizin
  • – Digitale Transformation

Die große Herausforderung des Kongresses war die Wahl der richtigen Sessions. In jedem Modul wurden bis zu sechs Vorträge angeboten, weshalb wir versuchten, möglichst aus allen Bereichen die wichtigen Updates zu erhaschen.

Die Aussteller

Die rund 50 Aussteller in den Hallen und Foyers der IHK zeigten Besuchern innovative Technologien und boten vor allem zwischen den Sessions die Möglichkeit sich zu vernetzen. Von A wie Avaya bis Z wie ZVEI (der #Gesundheit gleich zu einem Workshop eingeladen hat 🙂 ) waren die verschiedensten Unternehmen und Verbände vertreten, was wir alle gerne nutzten, um uns auf den aktuellen Stand zu bringen und die ein oder andere Wissenslücke zu schließen.

Fazit

Die Organisatoren des eHealth-Kongress 2019 haben tolle Arbeit geleistet, ein interessantes und abwechslungsreiches Spektrum an Ausstellern und Referenten zusammenzubringen. Ich bin überzeugt, dass sie damit auch weiterhin viel Erfolg haben werden. Der Hashtag #ehealthffm2019 hat es am Tag des Kongresses zum Top Trend in Deutschland geschafft – herzlichen Glückwunsch!

Auffällig war, wie unterschiedlich weit nicht nur das Denken, sondern der Innovationsgrad der Teilnehmer war. Während die Unternehmen und Aussteller viel Innovationsgeist und Produkte geschaffen haben, kann man bei den durch die Sozialgesetzbücher geschützten Playern im Gesundheitssystem eine träge Zufriedenheit wahrnehmen, wenn dort ein Mitarbeiter weiß, dass man durch Machine-Learning Verfahren Mustererkennung betreiben kann. Gerade von Seiten der Versicherungen, Leistungserbringer und Selbstverwaltung hätte ich mir mehr Präsenz der zentralen Entscheidungsträger gewünscht.

Vielleicht ist das Bewusstsein für die notwendigen Veränderungen noch nicht ganz in den obersten Etagen unseres Gesundheitssystems angekommen. Veranstaltungen wie der eHealth-Kongress geben jedoch denen Rückhalt, die den Willen haben, alte Strukturen aufzubrechen und leisten einen wichtigen Beitrag, um Innovation im Deutschen Gesundheitssektor zu fördern.

Julian wurde im Oktober 1988 in Wiesbaden geboren. Nach seinem Studium der Elektrotechnik war er eine Zeit lang in Sankt Petersburg, Russische Föderation, als Mathematiker mit Forschungsschwerpunkt Maschine Learning tätig. Nach einem Ausflug in die Frankfurter Finanzindustrie beschäftigt er sich seit 2018 mit der Digitalisierung der ambulante Altenpflege.

Julian freut sich über Diskussionen und Austausch und ist auf Twitter mit dem Handle @jla_meier zu finden.

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