Gesundheitskiosk – neuer Bestandteil der Regelversorgung?

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Titelbild – Quellen-Angabe: Foto von Carlos Augusto Dias de Menezes (Link

Ein Gesundheitskiosk . . . meine erste Assoziation war der Kiosk in meiner Schule damals. Dieser lag direkt am Eingang und man konnte vor der ersten Stunde und in jeder Pause Süßigkeiten, Würstchen im Brot und vieles weiteres holen.

Was soll ein Gesundheitskiosk leisten?

Dieses niedrigschwellige Konzept soll es nun auch bundesweit rund um das Thema Gesundheit geben – vor allem in sozial schwachen Regionen und Stadteilen. Gerade in diesen Bereichen ist es notwendig in einfacher Sprache über verschiedene gesundheitliche Themen und Ansprüche zu beraten. In der Gesundheitsökonomie ist der Zusammenhang zwischen der Bildung einer Person und deren Gesundheit bereits seit längerem bekannt. Der Kiosk fungiert als ein unabhängiger Lotse in dem teilweise dichten Dschungel des Gesundheitswesens. Besonders finde ich daran die sektorenübergreifende Zusammenarbeit zwischen den verschiedene Institutionen. Die Kommunen entscheiden hierbei, ob ein solcher Kiosk eingerichtet wird. Dies ist ein erheblicher Vorteil im Gegensatz zu bspw. großen Krankenkassen, weil die Kommunen näher am Bürger/Patienten sind und die Bedarfe besser analysieren können. Sektorenübergreifend gestaltet sich dann auch die Finanzierung. Neben den gesetzlichen Krankenkassen tragen auch die privaten Krankenkassen einen Teil. Des Weiteren beteiligen sich die Kommunen als solches ebenfalls an den Kosten. Die Leitung einer solchen Einrichtung sollen Pflegefachkräfte u. ä. Berufsgruppen übernehmen. Bei den teilweise umfangreichen Themen im Kranken- und Pflegekassenbereich bedarf es dann m. E. n. noch zusätzliche Schulungen o. ä. Maßnahmen.

In Hamburg Billstedt/Horn wurde das Konzept seit einigen Jahren erfolgreich erprobt. Der Innovationsausschuss des GBA empfiehlt die Übernahme in die Regelversorgung.

Als Ziel werden 1000 Gesundheitskioske bundesweit angestrebt, wenn es nach dem derzeitigen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach geht. Bei dem Gesundheitskiosk handelt es sich um eine sinnvolle Ergänzung in den bestehenden Strukturen. Diese Form der Nutzerorientierung sollte anderen Projekten als Vorbild dienen.


Quellen:

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Christopher Vedder

Seit April 2019 ist Chris Mitglied von Hashtag Gesundheit e. V. und seit Oktober 2020 im Vorstand. Beruflich ist Chris immer im Umfeld der gesetzlichen Krankenkassen zu Hause. Seit April 2021 ist er als Referent im Bereich der Digitalen Strategie einer bundesweit geöffneten Betriebskrankenkasse tätig. Berufsbegleitend hat er an der FOM den Bachelor of Art (2018) und den Master of Science (2021) absolviert.

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