Blogbeitrag

Pflegekammer – Pro & Contra

Bereits 2014 hat die Rot-grüne Landesregierung festgelegt, das geprüft werden soll, ob die Pflegeberufe in einer Pflegekammer organisiert werden sollen. Nun ist es soweit und es findet eine entsprechende Befragung statt. Dazu wurden seit dem 04.06.2018, Umschläge mit Wahlunterlagen an die verschiedenen Einrichtungen versandt. Bis zum 31.07.2018 können Pflegefachkräfte nun online an der Befragung teilnehmen.

Die laufende Befragung zur hessischen Pflegeberufekammer wirft die Frage auf, welche Argumente für eine solche Kammer sprechen und welche Aspekte die Gegner dieses Gremiums anprangern.

Der Landespflegerat Hessen informiert

Der Landespflegerat Hessen hat in mehreren Informationsveranstaltung dafür geworben, dass landesweit Pflegefachkräfte an der Befragung teilnehmen und ihre Meinung zur Bildung einer Pflegeberufekammer abgeben.

Wo liegen die Vor- und Nachteile?

Nachdem wir bei der Informationsveranstaltung im St. Josef-Hospital in Wiesbaden am 29. Mai 2018 teilgenommen haben, hat uns die Diskussion um eine Pflegeberufekammer in Hessen weiter beschäftigt. Vor Ort haben sich Pflegefachkräfte, der Landespflegerat Hessen sowie Vertreter der Gewerkschaften intensiv ausgetauscht. Auch beim Hauptstadtkongress in Berlin vom 6. bis 8. Juni 2018 wurden die einzelnen Argumente am Stand des Hessischen Ministeriums für Integration und Soziales intensiv diskutiert.

Höchste Zeit, die Fakten einfach mal gegenüberzustellen:

Das spricht für eine Pflegekammer
  • Stimme, die vor allem auf Landesebene, Einfluss in der Politik ausüben kann
  • Weitere Säule im Vertretungsangebot (Neben Verbänden und Gewerkschaften)
  • Kann als Lobby und Ansprechpartner fungieren
  • Kammern müssen die Meinung ihrer Mitglieder wiedergeben (Verbände müssen dies z. B. nicht tun)
  • Selbstverwaltend (kein Einfluss von außen auf die Arbeit und Themen der Pflegekammer)
  • Chance am „Verteilungskampf“ des Gesundheitsbudgets, teil zu nehmen
  • Bekommt die Verantwortung der Pflegekräfte übertragen
  • Schafft eine gemeinsame Kommunikation der Pflegenden
  • Freiwillige Mitgliedschaften für Azubis und Rentner sind möglich
  • Einführung von Qualitätsstandards
  • Erstellt pflegerische Gutachten
  • Der Fachbeirat Pflege, wird nicht von Anfang an in die Gesetzgebung integriert, die Pflegekammer schon
  • Wenn der Gesetzgeber der Pflegekammer die Aufgabe der Fort- und Weiterbildungsordnungen übertragen würde, könnten die Pflegekräfte selbst darüber entscheiden welche pflegerischen Bereiche weiter zu entwickeln sind und wie die Qualifizierungen zu regeln sind
  • Beratung der Mitglieder in allen juristischen, fachlichen, berufspolitischen, ethischen und standesrechtlichen Fragen
  • Schafft Rechtssicherheit bei Schnittstellenaufgaben mit anderen Berufen
Das spricht gegen eine Pflegekammer
  • Der Gesetzgeber entscheidet letztendlich über die Einführung, die Befragung dient nur der Meinungsbildung
  • Pflichtmitgliedschaft mit Mitgliedschaftsbeiträgen (gilt nicht für Azubis)
  • Azubis werden nicht befragt (ihre Meinung dürfen in der Befragung, nur Pflegefachpersonen äußern)
  • Mitgliedschaftsbeitrage sind noch nicht quantifiziert (richten sich nach den Aufgaben, die die Kammer übernimmt)
  • Kann keine Regelungen zur Ausbildung und zum Pflegestudium treffen
  • Kein Verhandlungspartner in Tarifverhandlungen
  • Kann keine Regelungen zu Arbeitsverträgen treffen
  • Es gibt bereits Verbände und Gewerkschaften über die man Stellung zu verschiedenen Themen beziehen kann
  • Wer sorgt dafür das beschlossene Qualitätsstandards auch umgesetzt werden? Die Kammer führt keine Qualitätsprüfungen durch
  • Weiterer bürokratischer Baustein im System
  • Nur weil die Mitgliedschaft verpflichtend ist, werden sich nicht alle Mitglieder gleichermaßen engagieren. Die Kammern werden daher vor allem Meinungen von den aktiven Mitgliedern wiedergeben, die sich bereits in den Verbänden engagieren
  • Pflicht zu Fortbildung aber keine Sicherung von Freistellung und Finanzierung

Auch die Gewerkschaften äußern Bedenken

Die Gewerkschaft ver.di hat sich in einer Kampagne eindeutig gegen die Einführung einer Pflegekammer ausgesprochen. Auch bei der Informationsveranstaltung am 29. Mai 2018 in Wiesbaden fanden die Vertreter der Gewerkschaft deutliche Worte. Mehr zu unseren Eindrücken von der dortigen Diskussion könnt ihr hier im Blog nachlesen.

Fehlende Transparenz in Hessen

Mit der laufenden Befragung versucht das Hessische Ministerium für Integration und Soziales so viele der Pflegefachkräfte wie möglich zu einer Teilnahme zu bewegen, um ein möglichst aussagekräftiges Stimmungsbild zu erhalten. Aktuell kann allerdings weder das Ministerium noch der Landespflegerat sagen, wie viele Pflegefachkräfte es heute in Hessen tatsächlich gibt. Es existiert keine landesweite Datenbank oder eine Registrierung, sodass Politik, Verbände, Gesundheitseinrichtungen und die Pflegefachkräfte selbst keine Transparenz besitzen.

Bei all der Kritik an der Einführung einer Pflegeberufekammer: alleine die zentrale Erfassung aller hessischen Pflegefachkräfte ist ein Mehrwert.

Mein Fazit

Sicherlich gibt es noch viele weitere Aspekte, die hier auf beiden Seiten ergänzt werden könnten. Aber so viel sei gesagt: die Pflegefachkräfte in Hessen sollten die Befragung nutzen, um dort ihre Meinung zur Einführung einer hessischen Pflegeberufekammer zu äußern. Viele Rahmenbedingungen wie die Höhe des Mitgliedbeitrages werden mit abgefragt, sodass die Chance besteht die Zukunft einer möglichen Kammer mitzugestalten.

Über Details kann sich auch auf der Homepage des Landespflegerates Hessen informiert werden. Zugleich werden hier Antworten, auf die am häufigsten gestellten Fragen, zum Thema Pflegekammer gegeben. Zu erreichen ist diese unter: https://www.landespflegerat-hessen.de/

In den folgenden Tagen wird überdies ein weiterer Blog Artikel mit dem Thema “Ländervergleich der Pflegekammern” erscheinen. In diesem wird ein reginoaler Vergleich der schon bestehenden Landespflegekammern gezogen.

Die Autorin

Vicky Pfirsig

Trainee im Krankenhaus-Management

Seit 2018 bin ich Trainee der Geschäftsführung, im Krankenhaus-Management. Zuvor habe ich eine Ausbildung im Medizincontrolling des Universitätsklinikums Freiburg absolviert. An der Uniklinik war ich zudem auch im Department für Psychiatrie tätig. Während dieser Zeit habe ich nebenberuflich meinen staatlich geprüften Betriebswirt mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik absolviert.

Themen wie Digitalisierung und die Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen und Akteure, machen es für mich spannend sich mit unserem Gesundheitswesen zu beschäftigen. Denn dass System kann nur funktionieren, wenn die verschiedenen Zahnräder ineinander greifen und sich gegenseitig in Bewegung bringen und halten.

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11 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Doris Schmidt-röh
    11. Februar 2019 23:06

    Ach Herr Bechtel,habe gerade erst den nächsten Kommentar von Ihnen gelesen,darum auf ein Neues .Nicht irgendwelche Berufsgruppen haben die Pflege an die Wand gefahren,das ist eindeutig die neoliberale Politik der gesamten letzten Jahre, der da zu vorherrschende regelrechte Privatisierungswahn und der unerträgliche Lobbyisten Klingel ,zu dem ist in unserem Land der Mensch der klein ist,krank wird bzw.krank bleibt und der alte Mensch in diesem System einfach über . Bei alldem bleibt allerdings die traurige Tatsache bestehen das wir Menschen diese Art der Politik ja ,durch unser Kreuzchen bei der Wahl, mit zu verantworten haben ! Guten Abend

    Antworten
    • Florian Bechtel
      15. Februar 2019 20:33

      Liebe Frau Schmidt-Röh,
      Ich bin auch der Meinung, dass die Privatisierung ihren Teil dazu beigetragen hat, dass die Pflegeberufe so dastehen, wie sie im Moment dastehen, weil die Gewinnorientierung in einem System, welches nicht auf Gewinn ausgelegt ist, zu Lasten der Pflege ging. Das liegt aber auch daran, dass wir immer das schwächste Glied in der Kette der Gesundheitsberufe waren und uns am wenigsten gewehrt haben. Dies lag u.a. daran, dass wir kaum organisiert waren, weder in den zahlreichen Verbänden, noch in einer nennenswerten Größe in Gewerkschaften. Die Folge war, dass Pflegelobby bei politischen Entscheidungen eben nicht vorhanden war, während andere Gesundheitsberufe (insbesondere die akademischen) ihre Interessen durchsetzen konnten und die Pflegeberufe eben nicht.
      Dass andere Gesundheitsberufe die Pflegeberufe gegen die Wand manövriert haben, war sehr unglücklich von mir ausgedrückt, da muss ich Ihnen Recht geben!

      Vielen Dank für die angeregte und konstruktive Diskussion! Das sollten wir in der Pflege viel öfter machen! 😉
      Mit freundlichen Grüßen
      Florian Bechtel

      Antworten
  • Sibylle Sattig
    24. Januar 2019 19:30

    Durch Zwangsrekrutierung, Androhung von Strafen gegen Unwillige, kommt die Pflegekammer zu ihren Mitgliedern, nur um die Pflegekräfte dafür bezahlen zu lassen, dass die Pflegekammer die “Bevölkerung vor schlechter Pflege schützt.” Das dies das Hauptziel der Pflegekammer ist, ist nachzulesen. Wie mit uns umgegangen wird, finde ich in höchsten Maße unanständig, und einfach nur widerlich. Jeden Tag rege ich mich darüber auf. Die Tatsache, dass es sich sogar einige Kammerfunktionäre auf unsere Kosten richtig gut gehen lassen (71.000 Euro Ausgleichzahlungen für Vorstandsmitglieder von August bis Dezember 2018, nachzulesen beim bffk, Selbstbedienungsmentalität der Pflegekammer). Die Pfllegekammer ist seit August 2018 eingerichtet und am Arbeiten, das sind 5 Monate bis Dezember 2018. Uns knöpft die Kammer jedoch einen Beitrag für 6 Monate ab. Das macht mich nur noch aufgebrachter und wütender. Ich fühle mich benutzen, ausgebeutet, missbraucht, geohrfeigt, in den Hintern getreten. Nicht mehr lange und ich kann auf einen sicheren Arbeitsplatz verzichten, dann war es das mit der Pflege. Bis zur Rente wird sich was vollkommen anderes finden.

    Antworten
    • Florian Bechtel
      28. Januar 2019 21:35

      Liebe Frau Sattig,
      1. Sollte grundsätzlich bei allem, was Pflege tut und politisch beschlossen wird, das Ziel sein, den Patienten vor schlechter Behandlung zu schützen. Dass Sie dies in Frage stellen, finde ich höchst bedenklich!
      2. Ich habe mir die “Quelle” bffk einmal genauer angeschaut. Ein abfotografiertes Word-Dokument, welches weder einen vollständigen Titel, noch eine Unterschrift o.Ä. hat, ist keine seriöse Quelle. Die Argumentation dieses Vereins ist vollkommen willkürlich und, wenn Sie sich die Kooperationspartner anschauen, angetrieben von Arbeitgebern und Selbständigen.
      Dass manch Arbeitgeber nicht möchte, dass seine Angestellten berufspolitisch bescheid wissen ist nur logisch.

      Meiner Meinung nach braucht die Pflege endlich Selbstverwaltung mit einer selbst gestalteten Aus- und Weiterbildungsordnung entwickelt. Lange genug haben andere Berufsgruppen im Gesundheitswesen die Pflege gegen die Wand gesteuert. Jetzt wird es Zeit, dass dies endlich Menschen übernehmen, die das Berufsfeld kennen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Florian Bechtel

      Antworten
      • Doris Schmidt-röh
        11. Februar 2019 23:06

        Ach Herr Bechtel,habe gerade erst den nächsten Kommentar von Ihnen gelesen,darum auf ein Neues .Nicht irgendwelche Berufsgruppen haben die Pflege an die Wand gefahren,das ist eindeutig die neoliberale Politik der gesamten letzten Jahre, der da zu vorherrschende regelrechte Privatisierungswahn und der unerträgliche Lobbyisten Klingel ,zu dem ist in unserem Land der Mensch der klein ist,krank wird bzw.krank bleibt und der alte Mensch in diesem System einfach über . Bei alldem bleibt allerdings die traurige Tatsache bestehen das wir Menschen diese Art der Politik ja ,durch unser Kreuzchen bei der Wahl, mit zu verantworten haben ! Guten Abend

        Antworten
  • Sibylle Sattig
    24. Januar 2019 17:27

    Durch Zwangsrekrutierung, Androhung von Strafen gegen Unwillige, kommt die Pflegekammer zu ihren Mitgliedern, nur um die Pflegekräfte dafür bezahlen zu lassen, dass die Pflegekammer die “Bevölkerung vor schlechter Pflege schützt.” Das dies das Hauptziel der Pflegekammer ist, ist nachzulesen. Wie mit uns umgegangen wird, finde ich in höchsten Maße unanständig, und einfach nur widerlich. Jeden Tag rege ich mich darüber auf. Die Tatsache, dass es sich so einige sogar auf unsere Kosten richtig gut gehen lassen: 71.000 Euro Ausgleichzahlungen für Vorstandsmitglieder von August bis Dezember 2018, von unseren schwer verdienten, macht mich nur noch wütend. (Nachzulesen beim bffk, Selbstbedienungsmentalität der Pflegekammer)
    Ich fühle mich benutzen, ausgebeutet, missbraucht, geohrfeigt, in den Hintern getreten. 5 Jahre noch, dann bin ich Schuldenfrei, dann war es das auch mit der Pflege, ich gehe die letzten 7 Jahre bis zur Rente lieber in einen Supermarkt, Putzen, Produktionshelfer werden bei uns auch immer gesucht.

    Antworten
  • Silvia Ludwig
    11. Januar 2019 20:34

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich rege mich jeden Tag über die Kammer auf,informiere mich darüber und finde dennoch keinen Sinn darin.Für mich als Pflegefachkraft ist das mit der Zwangsmitgliedschaft und dem Zwangsbeitrag ein Tritt ins Gesicht.Ich fühle mich getreten,bespuckt,beleidigt,ja sogar erniedrigt.Wie kann man so einer Berufssparte,die auch noch gering bezahlt wird,noch was abknöpfen….Wo bleibt das Geld…Was passiert damit…Damit ich Sesselfurzer bezahle,die mal wieder keine Ahnung von Pflege haben?????
    Um die Ziele und Aufgaben der Kammer zu verfolgen,kann man ohne Personal leider nichts erreichen.Nur allein mehr Geld für die Pflegekräfte,dann kommt das andere von allein,sprich Anerkennung,Respekt….ect.
    Aber nein,sie knöpfen noch was ab.Unverschämt und Demütigend.

    Antworten
    • Florian Bechtel
      28. Januar 2019 22:06

      Liebe Frau Ludwig,

      Schade, dass Sie diese unsachliche Sprache gewählt haben. Damit disqualifizieren Sie sich ein Stück weit selbst.
      Haben Sie allen Ernstes erwartet, dass die neu gegründete Pflegekammer innerhalb eines halben Jahres alle Probleme löst, welche die Fremdverwaltung über Jahrzehnte manifestiert hat? Der Start in Niedersachsen lief zugegeben nicht ganz glücklich, aber anstatt ihre destruktive Energie in unsachliche Kommentare zu investieren, könnten Sie diese doch umwandeln und sich konstruktiv engagieren, indem Sie Verbesserungsvorschläge anbringen.

      Zu Ihrer Aussage: “Mehr Geld und der Rest verbessert sich von selbst”
      – Geld verbessert keine Arbeitsbedingungen. Geld verbessert auch das Image der professionellen Pflege nicht und, auch wenn diese Meinung unpopulär ist: Solange wir keine präzise Tätigkeitsbeschreibung in der Pflege haben, gibt es auch keine Begründung mehr zu bezahlen. Und genau diese Tätigkeitsbeschreibung in Form einer Fort- und Weiterbildungsordnung ist Aufgabe einer Pflegekammer!
      Stört es Sie nicht, dass wegen gesetzlicher Bestimmungen immer noch ein Arzt bei der mündlichen Prüfung zur Gesundheits- und Krankenpflege anwesend sein muss, obwohl wir eine eigenständige Berufsgruppe sind?
      Und zum Thema “Geld abknüpfen”: 0,4 % des Bruttogehalts sind beim besten Willen entbehrlich und wenn dies bei Ihnen nicht der Fall sein sollte, können Sie immer noch die Härtefallregelung beantragen. Außerdem sind die Beiträge steuerlich absetzbar.

      Zum Schluss noch zu den “Sesselfurzern”:
      Jeder kann sich in die Kammerversammlung wählen lassen, indem er/sie sich für eine Wahlliste aufstellen lässt. Sie können auf der Website der Pflegekammer auch nachschauen, wo die Mitglieder der Kammerversammlung tätig sind.

      Falls Sie noch Fragen oder Informationsbedarf haben, zögern Sie nicht, mich zu fragen.
      Beste Grüße aus Freiburg
      Florian Bechtel

      Antworten
      • Doris Schmidt-röh
        11. Februar 2019 22:52

        Guten Abend Herr Bechtel, zu Ihren Aussagen nehme ich jetzt mal Stellung . Sicherlich ist der Schreibstil ,den Sie ansprechen
        jetzt nicht ganz so gelungen,aber ich denke das ist ein Nebenkriegsschauplatz, viel wichtiger,weil absolut falsch, ist ihre Aussage bezüglich des Geldes ! Es gibt keine andere ,anerkannte Wertschätzung gegenüber unserer Arbeitswelt sprich Tätigkeit, als Geld,genau da liegt die gesamte Wertschätzung ,und das ist weltweit so !! Wir reden hier selbstverständlich nicht über kriminelle,nicht legale Arbeit ,die dann viel Geld abwirft ! Ansonsten sehen Sie doch ganz deutlich wie sich der wert von Arbeit bemisst! Der Akademiker verdient ein Vielfaches mehr ,der Politiker, Profifußballer,Besitzer einer Werft, Vorstände von Konzernen,ich höre jetzt mal auf denn ich denke die Beispiele reichen schon! Also egal wie wir die Pflegekammer bewerten ,sollten Sie ihre Ausführungen überdenken . Im übrigen brauche ich auch absolut diese Pflicht- Kammer nicht,ich würde es sehr viel mehr begrüßen wenn die Gewerkschaft wieder ,unter Ihrem Dach ,wie früher,eine ganze “Pflegegewerkschaft” einrichten würde ! In diesem Sinne alles Gute für Sie

        Antworten
        • Florian Bechtel
          15. Februar 2019 20:46

          Liebe Frau Schmidt-Röh,

          Natürlich ist Geld eine Form der Wertschätzung. Dem habe ich auch nicht widersprochen!
          Ich habe lediglich gesagt, dass Geld nicht ALLE Probleme löst, wie meine Vorrednerin behauptet hat. Ich denke, wir sind uns einig, dass die Pflegeberufe besser entlohnt werden müssen. Dies kann allerdings nur der Anfang eines ganzen Maßnahmenpakets sein, sonst könnte sich das Ganze schnell sonst schnell als Strohfeuer entpuppen würde.
          Die Kollegen, die vergangenes Jahr an mehreren Standorten gestreikt haben, taten dies nicht für mehr Geld, sondern für bessere Arbeitsbedingungen!
          Bleibt diese Verbesserung aus, ändert sich nachhaltig nichts an der angespannten Personalsituation in den Pflegeberufen. Dass eine DEUTLICH bessere Entlohnung der erste und ein sehr wichtiger Schritt in die richtige Richtung wäre, steht außer Frage!

          Mit freundlichen Grüßen
          Florian Bechtel

          Antworten
    • Klaus Moran, B.A.
      14. Januar 2020 01:18

      Sie sind bemitleidenswert, mehr dazu zu sagen wäre reine Zeitverschwendung!

      Antworten

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