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Medizinwissen für Nichtmediziner: Master in Health and Medical Management

Jeder neunte Beschäftigte in Deutschland arbeitet im Gesundheitswesen. Keine andere Branche beschäftigt hierzulande mehr Menschen. Neben Ärzten und klassischem medizinischen Fachpersonal findet man im deutschen Gesundheitswesen auch viele nichtmedizinische Berufsgruppen. Darunter gibt es viele Akademiker aus den unterschiedlichsten Bereichen wie zum Beispiel der Ökonomie, der Rechts- oder Ingenieurswissenschaften.

Egal ob Jurist, Wirtschaftswissenschaftler oder Ingenieur: Wer als Fachfremder im Gesundheitswesen arbeitet, muss sich mit komplexen medizinischen Themen befassen. Für Nichtmediziner stellt das eine enorme Herausforderung dar, denn ihnen fehlt es häufig an fundiertem Medizinwissen. Oft fehlen auch grundlegende Kenntnisse zum menschlichen Körper, zu Therapieformen oder Diagnoseverfahren. Das kann im Berufsalltag zu Missverständnissen führen – vor allem in Fachgesprächen mit Ärzten. Der Studiengang Master in Health and Medical Management (MHMM) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg bietet Abhilfe: Er möchte Akademikern das notwendige medizinische Fachwissen vermitteln, damit fachliche Gespräche mit Medizinern leichter fallen. 

Der Studiengang MHMM umfasst die wichtigsten Inhalte aus dem Grundstudium der Humanmedizin. Die Module gliedern sich wie folgt:

– Der Arzt und seine Umwelt

– Diagnostik

– Erkrankung der äußeren und inneren Strukturen

– Störungen der Kreisläufe und Gleichgewichte

– Pharmakologie und Pharmakotherapie

– Querschnittsfragen

Um die Lehrangebote auf die Bedürfnisse der Studierenden abzustimmen, befragte die Universität potenzielle Teilnehmer im Vorfeld, welche Themen für ihren Berufsalltag besonders wichtig sind.

Die Inhalte sind kompakt zusammengestellt, gut durchdacht und in einem sehr verständlichen Deutsch geschrieben. Zwar verzichtet das Lehrmaterial größtenteils auf Fachjargon, dennoch sind die wesentlichen Fachbergriffe ausführlich erklärt. Das erleichtert das Lernen und Verstehen.

Wichtig: Der Studiengang bietet keine praktischen Übungen an. Ziel ist es bei den Studierenden ein theoretisches Verständnis für die komplexen Sachverhalte zu fördern.

Auf einen Blick

  • berufsbegleitendes Fernstudium in vier Semestern
  • universitärer Abschluss, Titel: Master in Health and Medical Management (MHMM)
  • ein Präsenzwochenende pro Semester (jeweils zwei Terminalternativen) mit hochkarätigen Dozenten (z. B. Ärzte der unterschiedlichsten Fachrichtungen)
  • drei benotete Klausuren jeweils während der Präsenzphasen
  • drei unbenotete Einsendearbeiten von zu Hause aus zu bearbeiten
  • eine Masterarbeit im 4. Semester mit einem Umfang von ca. 50 Seiten

Persönliches Fazit

Der MHMM vermittelt ein Grundverständnis für Medizin an Nichtmediziner, das man ohne ein Medizinstudium nur sehr schwer erlangt. Der Studiengang ist damit genau das, was ich als Vertriebsbeauftragte im Bereich Krankenhaussoftware gesucht habe. Mir werden all die Informationen vermittelt, die die Kommunikation mit meinen Kunden verbessern – da wir nun häufiger „die gleiche Sprache“ sprechen können.

Prof. Dr. Oliver Schöffski hat mit viel Leidenschaft einen Studiengang ins Leben gerufen, der definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient.

Quelle und weitere Informationen: www.mhmm.de

Bildquelle: FAU/David Hartfiel

Carolin Cittrich

Ich bin Vertriebsbeauftragte für Krankenhausinformationssysteme und seit 12 Jahren in der Gesundheitsbranche tätig. Nach einer kaufmännischen Ausbildung und diversen Tätigkeiten habe ich nebenberuflich Wirtschaftsrecht an der FOM studiert und mache nun nebenbei den Master in Health and Medical Management an der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg.

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